Der Zettel war unter einem Zierstein in der Mitte meines Terrassentisches befestigt.
Dahinter lag der Pool, für den ich jahrelang gespart hatte, leer unter dem Juliabendhimmel. Die tiefblaue Poolfolie hatte sich an mehreren Stellen von den Wänden gelöst. Eine Umwälzpumpe war im flachen Bereich kaputt, und um den Abfluss hatte sich trübes Wasser gesammelt. Zedernholz-Pflanzgefäße waren umgekippt und hatten dunkle Erde über den Betonboden verteilt.
Meine Frau Sarah stand einige Meter hinter mir und hielt sich beide Hände vor den Mund.
Ich hob den Zettel auf.
Die Handschrift gehörte ihrem Bruder Carter.
Matthew,
Die Poolpartys sind vorbei. Vielleicht lernst du daraus, nicht mehr so abhängig von fremden Sachen zu sein. Du wolltest mir etwas wegnehmen, also weißt du jetzt, wie es sich anfühlt, etwas Wertvolles zu verlieren.
Fuhrmann
Unter seinem Namen erschien ein kürzerer Satz.
Die Pumpe könnte ausgeschaltet gewesen sein. Unfälle passieren.
Ich habe es dreimal gelesen.
Mein Zorn äußerte sich nicht in Geschrei. Er wurde zu einem kalten Druck unter meinen Rippen, der jedes Geräusch schärfer erscheinen ließ – das Summen der Gartenbeleuchtung, Sarahs unregelmäßige Atmung und das entfernte Kratzen einer Mülltonne, die über die Einfahrt des Nachbarn fuhr.
„Ruf ihn an“, flüsterte sie. „Ruf Carter jetzt sofort an.“
Ich faltete den Zettel einmal und dann noch einmal, wobei ich darauf achtete, ihn nicht zu beschädigen.
„Ich rufe ihn nicht an.“
„Matthew, schau dir den Garten an.“
„Ich schaue.“
„Er muss das erklären.“
„Das hat er bereits getan.“
