Teil 2
Laurens Blick wanderte von mir zu unseren Eltern, auf der Suche nach einem Ausweg.
Mama schaute verwirrt. „Das Leben im Griff behalten? Lauren, wovon redet sie
?“
„Nichts“, schnauzte Lauren. „Emma übertreibt.“
Ich entsperrte mein Handy erneut und legte es in die Mitte des Tisches. Auf dem
Bildschirm befand sich ein Ordner mit Zahlungsbestätigungen der letzten 36 Monate.
Jeden Monat waren dieselben drei Karten, derselbe Kontoinhaber und dieselben
Abbuchungen von meinem Bankkonto aufgeführt.
Daniel nahm als Erster den Hörer ab. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich, als er scrollte.
„Emma hat über 48.000 Dollar bezahlt“, sagte er leise.
Papas Gabel fiel auf seinen Teller.
Lauren griff nach dem Telefon, aber Daniel zog es ihr weg. „Du hast uns gesagt, deine
Beratungsfirma würde alles abdecken.“
„Das war es“, sagte Lauren. „Größtenteils.“
„Hauptsächlich?“, fragte ich. „Ihr Geschäft wurde vor vierzehn Monaten geschlossen.“
Die Mutter wandte sich Lauren zu. „Du hast gesagt, du hättest neue Kunden.“
Laurens Gesichtsausdruck verhärtete sich. „Warum verhört ihr mich alle? Sie hat doch ihre
Hilfe angeboten.“
