Die Stimme des Kapitäns erfüllte die Kabine.
Seine Vortragsweise hatte etwas Ungewöhnliches.
Es war ruhig und besonnen, aber dennoch bewusst formell.
„Meine Damen und Herren, hier spricht Ihr Pilot. Ich bin Kapitän Brown. Bevor wir unseren Flug fortsetzen, möchte ich kurz auf eine Geste hinweisen, die uns daran erinnert, wer wir alle sein können, wenn wir gemeinsam reisen.“
Die Passagiere begannen, sich neugierig umzusehen.
Kapitän Brown fuhr fort.
„An den Passagier auf Platz 7A: Wir haben ein besonderes Geschenk für Sie. Sie sind der 400. Passagier unserer Fluggesellschaft!“
Lisa schritt bereits den Gang entlang und trug eine sorgfältig verpackte Schachtel.
Ihr Gesichtsausdruck war vollkommen gefasst.
Sie blieb neben Reihe 7 stehen.
Frau Reyes hob sofort ihr Handy und lächelte breit.
„Ach du meine Güte!“, lachte sie. „Ich kann es nicht fassen!“
Lisa reichte ihr die Schachtel.
Ich drehte mich wieder zu Emma um und rückte ihre Kopfhörer zurecht.
Die Feierlichkeiten, die vor der Hütte stattfanden, waren mir völlig egal.
Emma kämpfte darum, sich nicht zu fassen.
Ich auch.
Frau Reyes lächelte weiterhin, als sie das Paket öffnete.
Dann hallte ein durchdringender Schrei durch das Flugzeug.
Ich erstarrte.
Selbst durch ihre Kopfhörer hörte Emma genug, um scharf aufzusehen.
