„Nach allem, was wir für Sie getan haben, stehen Sie in unserer Schuld!“
Ich habe sie mir alle angesehen.
Dann griff ich nach dem dicken blauen Ordner, der auf dem Flurtisch lag.
Zum ersten Mal in meinem Leben waren sie zu mir nach Hause gekommen und hatten die gehorsame Tochter erwartet, die sie immer kontrolliert hatten.
Diese Frau existierte nicht mehr.
Ich habe den Ordner geöffnet.
In dem Moment, als meine Mutter die Dokumente darin erkannte, verschwand ihr selbstgefälliger Gesichtsausdruck.
„Was ist das?“, fragte sie.
„Etwas, dem Ethan nachzugehen begann.“
Julian stieß ein höhnisches Lachen aus.
„Dein verstorbener Ehemann hat dir Hausaufgaben hinterlassen?“
Meine Finger umklammerten den Ordner fester, aber meine Stimme blieb ruhig.
