TEIL 3: DIE FAMILIE, DIE ICH MIR AUSWÄHLTE
Nachdem Elliot verschwunden war, atmete ich erleichtert auf – ein Atemzug, den ich seit dem Unfall angehalten zu haben gespürt hatte.
Der Fotograf lächelte freundlich.
„Möchten Sie das Foto noch?“
Ich kniete mich zwischen meine Brüder und schlang meine Arme um sie.
„Mehr als alles andere.“
Sie lehnten sich an mich, während die Frau herunterzählte.
Die Kamera blitzte auf.
Zum ersten Mal seit dem Tod unserer Eltern spürte ich inneren Frieden. Das Foto zeigte nicht die Familie, die ich mir vorgestellt hatte. Es zeigte die Familie, die ich mir zum Schutz ausgesucht hatte.
Was auch immer als Nächstes geschehen würde, wir drei würden uns dem gemeinsam stellen.
Am Abend hatte sich das Video von Elliots öffentlichem Wutausbruch in der ganzen Stadt verbreitet. Seine Kollegen, Freunde, Verwandten und Nachbarn sahen, wie er forderte, dass zwei gerade verwaiste Fünfjährige in Pflegefamilien untergebracht werden sollten, damit seine Hochzeitspläne nicht beeinträchtigt würden.
Sein Ruf brach quasi über Nacht zusammen.
