Vor meiner Hochzeit mit dem Militär ging ich für eine letzte Anprobe ins Uniformgeschäft. Der pensionierte Feldwebel zog mich plötzlich in eine Umkleidekabine und warnte: „Colonel, was auch immer Sie hören, kommen Sie nicht wieder heraus.“

Der benachbarte Friseursalon hatte unter neuer Leitung wiedereröffnet.

Ein junger Soldat betrat den Raum, trug seine zusammengefaltete Galajacke über dem Arm und war sichtlich besorgt über eine Zeremonie, die ihm wahrscheinlich wichtiger erschien als seine gesamte Zukunft.

Frank rief an: „Bin gleich bei dir.“

Ich nahm meinen Kleidersack.

Am Eingang blieb ich stehen und blickte zurück auf den alten Sergeant, die Reihen von Uniformen und den Tresen, an dem mein Leben zerbrochen und doch irgendwie wieder zusammengehalten hatte.

„Frank“, sagte ich.

Er blickte auf.

“Danke schön.”

Er salutierte kurz, inoffiziell und fehlerlos.

„Jederzeit, Colonel.“

Ich trat hinaus in den strahlenden Morgen Virginias, nicht länger eine Braut, die am Rande einer Lüge stand, sondern eine Frau, die die Wahrheit erkannt hatte, bevor sie sie zerstören konnte – und die ihren eigenen Namen trug.

Hinweis: Diese Geschichte ist ein fiktives Werk und dient ausschließlich Unterhaltungszwecken. Jegliche Ähnlichkeit mit realen Personen, Ereignissen oder Orten ist rein zufällig.

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