Die gesamte Lobby verstummte.
Dann öffneten sich die Aufzugtüren.
Und mein Mann, Adrian Beckett, ging hinaus.
Das erste Anzeichen war nicht Lippenstift an seinem Kragen gewesen.
Es war kein Anruf spät in der Nacht und auch keine Hotelrechnung.
Es war Wäsche.
Ich faltete gerade eines von Adrians blauen Hemden zusammen, als mir ein Duft in die Nase stieg, der nicht in unser Haus gehörte. Süßlich. Teuer. Feminin.
Nicht meine Lotion.
Nicht unser Waschmittel.
Nichts Vertrautes.
Zuerst versuchte ich, es mir schönzureden. Vielleicht hatte ihn jemand umarmt. Vielleicht stand er einem Kollegen zu nah. Vielleicht bildete ich mir das auch nur ein.
Aber eine Ehefrau merkt, wenn sich die Atmosphäre um ihren Mann verändert hat.
An diesem Abend ließ Adrian seinen Laptop auf der Kücheninsel offen stehen, während er kurz für einen Anruf nach draußen ging. Als ich Krümel von der Arbeitsplatte wischte, leuchtete der Bildschirm auf.
Eine Kalendererinnerung wurde angezeigt.
Abendessen mit T. Lane. 19:30 Uhr. Bitte seien Sie pünktlich.
Daneben befand sich ein kleines Herz.
Meine Hände wurden eiskalt.
Ich habe geklickt, bevor ich mich beherrschen konnte.
Nachrichten geöffnet.
Flirten.
Fotos.
