Teil 2
Nachdem alle Passagiere der Ersten Klasse Platz genommen hatten, betrat ich die vordere Bordküche.
Einer meiner Angestellten überreichte mir leise den Transaktionsbericht.
Die Tickets für die Plätze 2A und 2B hatten ungefähr 14.000 Dollar gekostet.
Beide Artikel wurden mit einer Firmenkreditkarte von Mercer & Partners bezahlt.
Ein Geschäftskonto, das teilweise durch Vermögenswerte gedeckt ist, für die ich persönlich gebürgt habe.
Ich starrte auf den Bericht.
Dann öffnete ich das sichere Firmenportal und kontaktierte unser Rechts- und Finanzteam.
Julian glaubte, er reise im Zusammenhang mit einer großen Fusion nach Europa.
Was er offenbar vergaß, war, dass seine Befugnisse von der Zustimmung des Aufsichtsrats und den Unternehmensrichtlinien abhingen – und nicht einfach von seinem Titel.
Ich forderte eine sofortige Überprüfung seiner Firmenausgaben und die vorübergehende Aussetzung fragwürdiger Transaktionen.
Anschließend habe ich dem Vorstand die Unterlagen zu den beiden Tickets und dem Cartier-Kauf zugesandt.
Ich habe ihn keines anderen Vorwurfs erhoben als dem, was aus den Akten hervorgeht.
Das war nicht nötig.
Die Quittungen sprachen für sich selbst.
Wenige Minuten später kam die Bestätigung.
Seine Ausgabenprivilegien als Firmenkunden waren bis zur Überprüfung ausgesetzt worden.
Seine Exekutivbefugnisse in Bezug auf die europäische Transaktion wurden vorübergehend eingefroren.
Die Rechtsabteilung hatte ebenfalls damit begonnen, das Firmenvermögen zu schützen, bis der Vorstand genau feststellen konnte, was geschehen war.
Dann tat ich etwas viel Einfacheres.
Ich schenkte zwei Gläser Champagner ein.
Ich habe sie in die erste Klasse getragen.
Julian beugte sich zu der Frau – Serena Hale – vor, die leise sprach.
In dem Moment, als er mich sah, spannten sich seine Schultern an.
„Champagner für 2A und 2B?“, fragte ich freundlich.
