Ich habe alles verkauft, um den Traum meines Mannes zu unterstützen, nur um dann herauszufinden, dass er es für eine andere Frau ausgegeben hat.

„Ja. Er sagte, er brauche es für Anwälte. Um die Scheidungsvereinbarung zu begleichen. Und für den Unterhalt für Ihr Kind.“

Ich starrte sie fassungslos an.

„Ich habe das Ferienhaus meiner Eltern am See verkauft, damit er ein Unternehmen gründen konnte. Ich war heute Morgen auf dem Weg zur Bank, um ihm meinen letzten Cent zu geben.“

„Hast du nicht?“

„Nein, Alex. Aber beinahe wäre es passiert. Bis ich versehentlich sein Handy abnahm. Und deine süße kleine Stimme hörte.“

Sie sah mich an, als hätte sie gerade ihr eigenes Spiegelbild zerbrechen sehen.

„Ich habe meine Anteile an der Firma meines Vaters für ihn verkauft. Er sagte, wir würden uns zusammen eine neue Bleibe suchen, weit weg von hier. Er schwor, dass er mit dir abgeschlossen hat.“

„Warum hat er dich dann versteckt? Warum hat er mich angelogen und gesagt, das alles sei für uns beide?“

Alex blickte auf, ihre Wimperntusche war unter ihren Augen verschmiert.

„Was machen wir jetzt?“

„Wenn wir ihn in dem Glauben lassen, er hätte uns beide noch, tappt er direkt in seine eigene Falle.“

Sie wischte sich eine Träne weg.

„Und dann?“

„Dann holen wir uns zurück, was uns gehört.“

Schließlich lächelte sie.

„Erzähl mir alles.“