Sie schob ein Kochbuch über die Theke und sagte zu Alina, dass ich einen traditionellen Braten zum Abendessen erwarte.
„Wenn du eine fähige Ehefrau wärst“, sagte sie, „bräuchte ich dich nicht daran zu erinnern, wie du dich um deinen Mann kümmern sollst.“
Alina war zu erschöpft, um zu streiten.
Im Büro konnte ich mich nicht konzentrieren. Gegen ein Uhr nachmittags überkam mich ein beklemmendes Gefühl. Ich sagte meine Termine ab und fuhr nach Hause.
Sobald ich die Einfahrt erreicht hatte, hörte ich Liam schreien.
Ich eilte hinein.
Liam weinte verzweifelt in seinem Babybettchen.
Dann sah ich Alina bewusstlos auf dem Boden neben dem Sofa liegen. Eine halb geschälte Kartoffel und ein Küchenmesser lagen daneben. Sie war vor Erschöpfung zusammengebrochen.
Drei Meter entfernt saß Eleanor am Esstisch und aß ruhig die Mahlzeit, die Alina zubereitet hatte.
Sie verdrehte die Augen und sagte, Alina übertreibe.
Etwas in mir ist zerbrochen.
Ich habe Alinas Puls geprüft, sie zum Auto getragen und bin zurückgekommen, um Liam und die Wickeltasche zu holen.
Eleanor stand schließlich auf.
„David, was machst du denn? Das Essen ist fast fertig.“
Ich ging hinaus, ohne zu antworten.
Als ich wegfuhr, zeigte mein Handy eine Benachrichtigung unserer Überwachungskamera an. Eleanor ging auf die Schublade zu, in der wir unsere Pässe und Liams Geburtsurkunde aufbewahrten.
Die Gefahr war noch nicht gebannt.
Es hatte lediglich seine Form verändert.
