Er hielt an.
Mariana legte die Scheidungsunterlagen auf den Tisch.
„Die Petition wird am Montag zugestellt. Ich habe außerdem die vorübergehende ausschließliche Nutzung dieser Eigentumswohnung beantragt.“
Mark wurde blass.
Dann wandte sich Mariana Evelyn zu.
„Sie haben 72 Stunden Zeit, um in Ihr Haus in San Antonio zurückzukehren.“
Evelyn platzte heraus und nannte Mariana egoistisch und undankbar.
„Was genau hast du für mich getan?“, fragte Mariana. „Du hast meine Karriere verhöhnt, alles, was ich tat, kritisiert und mein Festessen gegessen, während ich allein da saß.“
„Die Familie hält stand“, erklärte Evelyn.
„Aus Respekt vor der Familie“, erwiderte Mariana. „Was Sie wollten, war eine unbezahlte Dienerin.“
Am nächsten Morgen kehrte Evelyn mit Marks jüngerem Bruder Jason zurück, der als Rechtsanwaltsgehilfe arbeitete. Sie erwartete von ihm, dass er beweisen würde, dass Mariana kein Recht hatte, sie mitzunehmen.
Nach Durchsicht der Finanzunterlagen und der gerichtlichen Anordnung räumte Jason jedoch ein, dass Marianas Position äußerst stark sei.
Sie hatte mehr als achtzig Prozent der Immobilienkosten getragen. Marks Arbeitsverhältnis war bereits unsicher, und Evelyn besaß keinerlei Eigentumsrechte.
Als Mark sich beklagte, dass alle gegen ihn seien, antwortete Mariana:
„Deine eigenen Entscheidungen sprechen gegen dich.“
Bevor Jason ging, gratulierte er Mariana zu ihrer Beförderung – die ersten aufrichtigen Glückwünsche, die sie von Marks Familie erhalten hatte.
Das Gericht gewährte Mariana den vorläufigen Besitz der Eigentumswohnung. Evelyn kehrte nach San Antonio zurück und warnte Mariana, dass sie am Ende allein sein würde.
„Nein“, sagte Mariana. „Ich werde in Frieden leben.“
