Kyle kehrte völlig erschöpft zurück. Dunkle Ringe umgaben seine Augen, und seine Kleidung war zerknittert.
„Wann wollten Sie mir denn sagen, dass Ihre Mutter zurückgekehrt ist?“
„Ich habe es erst vor vier Tagen erfahren.“
Er erklärte, dass Polizisten Gladys vor einem Lebensmittelgeschäft umherirrend gefunden hatten. Sie konnte sich nicht erinnern, wo sie wohnte, aber etwas in ihrer Handtasche führte sie schließlich zu Kyle.
Sein ganzes Leben lang hatte er geglaubt, dass sie ihn freiwillig verlassen hatte.
„Ich habe sie gar nicht wiedererkannt“, gab er zu. „Dreißig Jahre verändern einen Menschen.“
Ich fragte ihn, warum er mich nicht angerufen hatte. Er zeigte mir sein beschädigtes Handy – verpasste Anrufe, fehlgeschlagene Videoanrufe und Nachrichten, die nie zugestellt worden waren, weil ich im Ausland unterwegs gewesen war.
Dennoch war ich der Meinung, er hätte einen anderen Weg finden sollen.
„Ich wollte es dir sagen“, sagte er. „Aber stündlich entdeckte ich etwas, das immer weniger Sinn ergab.“
“Wie meinst du das?”
„Die Frau, die ich getroffen habe, ist nicht die Mutter, die ich mein Leben lang gehasst habe.“
Plötzlich rief Gladys aus dem Schlafzimmer.
„Kyle? Ich kann meinen kleinen Jungen nicht finden.“
Mia trat neben sie.
„Er ist in Sicherheit, Oma. Er ist genau hier.“
Kyle kniete vor seiner Mutter nieder.
“Ich bin hier.”
