Mein Verlobter setzte mich unter Druck, meine fünfjährigen Zwillingsbrüder in ein Heim zu geben, nachdem ich ihre Vormundschaft übernommen hatte – also erteilte ich ihm eine Lektion, die er nie vergessen würde.

TEIL 2: EIN LETZTER FAMILIENAUSFLUG

Die Fahrt zum Messegelände schien endlos.

Elliot seufzte immer wieder und umklammerte das Lenkrad, als wäre die Zeit mit den trauernden Kindern eine Strafe. Auf dem Rücksitz flüsterten die Zwillinge aufgeregt über Achterbahnen und Zuckerwatte.

„Sind wir bald da?“, fragte einer.

„Fast, Kumpel.“

Elliot runzelte die Stirn.

„Können Sie sie bitte leiser machen? Ich habe Kopfschmerzen.“

Ich ignorierte ihn und lächelte meine Brüder an.

Als wir ankamen, stürmten die Jungen zu den bunten Fahrgeschäften. Musik lag in der Luft, der Duft von Popcorn erfüllte den warmen Nachmittag, und blinkende Lichter erstreckten sich über das gesamte Festgelände.

Elliot folgte uns einige Schritte hinterher und starrte auf sein Handy.

„Die Jungs wollen diese Attraktion ausprobieren“, sagte ich.

„Sie müssen sich darum kümmern. Darum geht es heute, nicht wahr? Ein letzter Tag, bevor Sie dieses Chaos beseitigen.“

Das Wort „Chaos“ lastete schwer auf mir.

„Du hast Recht. Heute geht es darum, Dinge in Ordnung zu bringen.“

Die nächste Stunde verbrachte ich mit den Zwillingen auf dem Karussell, kaufte ihnen passende Leuchtspielzeuge und sah ihnen beim Teilen eines Trichterkuchens zu. Jedes Mal, wenn sie lachten, schaute Elliot auf seine Uhr.

„Wie lange noch? Ich habe heute Abend etwas vor.“

„Nicht mehr lange.“

Schließlich erreichten wir einen Fotostand, der mit gemalten Sonnenblumen verziert war.