Ich zog die Kiste herunter, die ich im Büroschrank ganz oben im Regal aufbewahrte.
Jahrelange, unauffällige Organisation:
Urkunden,
Kontoauszüge,
Erbschaftsunterlagen aus dem Nachlass meines Vaters.
Margaret setzte ihre Lesebrille auf und begann, die Seiten umzublättern.
„Das Haus wurde bar bezahlt“, sagte ich. „Mit Papas Geld.“
„Und die Tat?“
„Mein Name. Nur meiner. Tyler hat das damals unterschrieben, als seine Bonusstruktur das steuerlich relevant machte. Er hat es kaum gelesen.“
Margaret blickte über ihre Brille hinweg. „Debra, Liebes, die haben gar nichts. Nicht den geringsten Faden.“
Ich atmete aus, was sich anfühlte, als wäre es das erste Mal an diesem Morgen.
Dann klingelte es an der Tür. Ich wusste schon, wer es war, bevor ich öffnete.
Rachel muss Tyler aus ihrem Auto angerufen haben, sobald sie meine Einfahrt verlassen hatte.
Und Tyler muss direkt aus seinem Büro gekommen sein. Denn beide standen auf der Veranda, Rachel vorn und Tyler neben ihr, und sahen aus wie ein Mann, der einen Stein verschluckt hatte.
„Debra“, begann Tyler, „wir müssen wie Erwachsene miteinander reden.“
„Komm herein“, sagte ich, ruhig wie stilles Wasser.
