Er schlug mich sechsmal vor seiner Geliebten, warf mich in den Regen und ließ mich gebrochen auf der Straße liegen. Ich rief meinen Vater an und bat ihn inständig: Er solle ihm keine Gnade erweisen.

TEIL 3

Die Dringlichkeitsanhörung fand drei Tage später im Gerichtsgebäude von Dallas County statt.

Grant erschien in einem anthrazitfarbenen Anzug, seine Haare waren perfekt gestylt und sein Gesichtsausdruck zeugte von verletzter Unschuld.

Vanessa begleitete ihn, wartete aber im Flur und tat so, als sei sie in ihr Handy vertieft.

Sie trug drinnen eine übergroße Sonnenbrille.

Das Diamant-Tennisarmband an ihrem Handgelenk war unübersehbar.

Es gehörte mir.

Meine Mutter hatte es mir zu meinem fünfundzwanzigsten Geburtstag geschenkt.

Rebecca bemerkte es auch.

Sie beugte sich zu mir vor und flüsterte: „Reagiere nicht.“

Also blieb ich regungslos.

Grants Anwalt beschrieb den Vorfall als eine private, durch Emotionen übertriebene Ehestreitigkeit.

Er behauptete, ich sei verärgert, eifersüchtig und labil gewesen.

Er meinte, ich sei im Regen nach draußen geschlüpft.

Er argumentierte, mein Vater nutze seinen Einfluss, um Grant wegen eines persönlichen Konflikts zu bestrafen.

Dann stand Rebecca auf.

Sie spielte Aufnahmen einer Überwachungskamera ab, die von einer Nachbarkamera stammten.

Das Bild zeigte Grant, wie er die Haustür öffnete.

Meine Tasche fliegt nach draußen.

Ich stolperte hinterher.

Die Tür knallte zu, während ich barfuß im Sturm stand.

Im Gerichtssaal herrschte Stille.

Anschließend präsentierte sie den Krankenhausbericht.