Ich kam zu Weihnachten nach Hause und meine Familie war nach Europa gefahren. Sie hatten mich mit Opa allein gelassen, und es lag ein Zettel bei, auf dem stand, ich solle mich um ihn kümmern. Als Opa fragte: „Sollen wir anfangen?“, nickte ich. Eine Woche später kamen sie schreiend zurück.

Sie würden einen Teil des fehlenden Geldes zurückgeben, auf alle Ansprüche bezüglich des Hauses verzichten und mit den Ermittlungen zum Betrug kooperieren. Im Gegenzug würde Opa auf alle ihm zur Verfügung stehenden zivilrechtlichen Schritte verzichten.

Ich fragte ihn, warum er zugestimmt hatte.

Wir saßen am Küchentisch. Opa aß Tomatensuppe, während ich seine Rezeptwiederholungen organisierte.

Er sah an diesem Nachmittag älter aus.

„Weil Bestrafung teuer ist“, sagte er. „Freiheit ist billiger.“

Das Strafverfahren wurde zwar fortgesetzt, aber durch die Einigung konnte das Haus gesichert und genügend Geld eingebracht werden, um eine Teilzeitkrankenschwester einzustellen, die Heizung reparieren zu lassen und einen Treppenlift einzubauen, den Opa angeblich verabscheute, aber jeden Morgen benutzte.

Ich blieb bis Ende März.

Dann bis April.

Im Frühjahr hatte ich meinen Remote-Job von Boston in das kleine Zimmer im Obergeschoss verlegt, das schon als Teenager mein Zimmer gewesen war.

Ich habe es hellgrün gestrichen.

Opa beschwerte sich, dass es Krankenhauspudding ähnelte.

Zwei Tage später kaufte er mir eine dazu passende Schreibtischlampe.

Wir sind nicht über Nacht sanft und liebevoll geworden.

Er war stur.

Ich war völlig erschöpft.