Ich nahm meine todkranke Tochter mit ans Meer, um ihr ihren letzten Wunsch zu erfüllen – dann kam der Hotelmanager in unser Zimmer und sagte: „Da ist etwas an dieser Reise, das Sie nicht wissen.“

Teil 3: Das Dorf hinter uns

Der Brief meines Vaters begann mit einer Entschuldigung dafür, dass er mir nicht gesagt hatte, dass es ihm nicht gut ging.

Er schrieb, dass ich durch die Betreuung von Sophie bereits zu viel zu tragen hätte und er mir keine weitere Angst aufbürden wollte.

Aber er wusste auch, dass ich nach seinem Tod vielleicht glauben würde, ich sei allein.

Deshalb hatte er alle, die Sophie liebten, kontaktiert und sie gebeten, aufzuschreiben, was sie so besonders machte.

**Diese Kiste ist der Beweis dafür, dass ein ganzes Dorf hinter dir steht,** schrieb er.

Er erinnerte mich daran, dass keiner von uns weiß, was der morgige Tag bringen wird. Er wollte, dass Sophie und ich das Meer genießen, anstatt uns von der Trauer die verbleibende Zeit rauben zu lassen.

Ich drückte den Brief an meine Brust und weinte in Sophies Haar.

„Warum weinst du, Mama?“

„Weil ich Opa vermisse“, sagte ich ihr. „Aber er möchte, dass wir Spaß am Strand haben.“

Sophie wischte mir mit ihrer kleinen Hand übers Gesicht.

„Dann sollten wir ihm zuhören.“

Für den Rest der Reise taten wir das.

Wir haben Muscheln gesammelt.

Sie bauten unebene Sandburgen.

Ich habe vor dem Abendessen Eis gegessen.