Der Kokosöl-Boost
Vor einigen Jahren startete das Byrd Alzheimer’s Institute der USF Health eine klinische Studie, um genau diesen Zusammenhang zu untersuchen. Die Pilotstudie wurde maßgeblich durch die Arbeit von Dr. Mary Newport inspiriert. Ihr verstorbener Ehemann Steve litt an früh einsetzender Alzheimer-Krankheit und erfuhr deutliche Verbesserungen seines Verhaltens und Gedächtnisses, nachdem er täglich vier Teelöffel Kokosöl zu sich genommen hatte. Laut Dr. Newport half ihm dies, wieder lesen zu können und alltägliche Aufgaben zu bewältigen, als Standardmedikamente nicht mehr wirkten.
Obwohl persönliche Geschichten wie die von Steve sehr bewegend sind, bleibt Kokosöl als Behandlungsmethode für Demenz gegenüber skeptisch. Der Hauptgrund dafür ist, dass groß angelegte klinische Studien seine Wirksamkeit als Therapie nicht belegen konnten.
Wie soll Kokosöl wirken?
Wie funktioniert die sogenannte „Gehirnnahrung“? Sie hängt mit der Energieverwertung unseres Körpers zusammen. Normalerweise bezieht das Gehirn seine Energie aus Glukose, einem Produkt des Kohlenhydratstoffwechsels. Bei Alzheimer kann es jedoch zu einer gestörten Glukoseaufnahme im Gehirn kommen, ein Phänomen, das manche Forscher als „Diabetes Typ 3“ bezeichnen.
Hier kommen die Fette ins Spiel:
Die Kraft der Ketone : Wenn der Körper Fett anstelle von Kohlenhydraten verbrennt, produziert er Moleküle, die Ketone genannt werden. Das Gehirn kann Ketone problemlos als alternative Energiequelle nutzen.
Mittelkettige Triglyceride (MCTs) : Kokosöl ist reich an MCTs. Im Gegensatz zu langkettigen Fettsäuren gelangen MCTs direkt in die Leber, wo sie schnell in Ketone umgewandelt und ins Blut abgegeben werden.
Neurologische Auswirkungen : Einige Forscher vermuten, dass die Zufuhr dieser Ketone ins Gehirn dazu beitragen könnte, die Glukoseblockade zu umgehen und so die Gehirnzellen auch nach einer Schädigung am Leben und funktionsfähig zu erhalten.
