Mein Mann fuhr nur wenige Tage vor meinem geplanten Kaiserschnitt mit unseren Zwillingen in den Urlaub – als er nach Hause kam, zitterten seine Knie.

TEIL 1

Nach jahrelangen erfolglosen Behandlungen und zwei Fehlgeburten wurde ich endlich mit Zwillingsmädchen schwanger.

Nur wenige Tage vor meinem geplanten Kaiserschnitt fuhr mein Mann für fünf Tage in den Strandurlaub, weil er „noch einmal eine Auszeit vor der Vaterschaft“ nehmen wollte.

Als er zurückkam, war der erste Mensch, den er sah, der Mann, den er sein ganzes Leben lang verabscheut hatte.

Mein Name ist Katie.

Als der Arzt feststellte, dass zwei Herzschläge zu hören waren, weinte Trevor noch heftiger als ich. Er strich das Kinderzimmer, baute zwei Kinderbetten auf und verkündete stolz allen, dass er der beste Vater der Welt werden würde.

Doch im Verlauf meiner Schwangerschaft bemerkte ich etwas Beunruhigendes.

Immer wenn Trevor über Vaterschaft sprach, redete er so, als würde sie erst mit der Geburt der Kinder beginnen.

Seine Wochenenden gehörten nach wie vor Golf, Basketball und Abendessen mit Freunden. Mein Leben hingegen drehte sich um Arzttermine, geschwollene Füße, schlaflose Nächte und das Zählen jeder Bewegung in meinem Magen.

In der 36. Woche erklärte mir der Arzt, dass ein Baby immer noch in Beckenendlage lag. Ich bräuchte einen geplanten Kaiserschnitt, gefolgt von mehreren anstrengenden Wochen der Genesung.

„Kein Heben, kein Autofahren und keine unnötigen Treppen“, warnte er.

Dann sah er Trevor direkt an.

„Katie wird dringend Hilfe benötigen.“

Trevor nickte selbstsicher.

„Ich hab sie.“

Ich habe ihm geglaubt.