Meine Tochter flüsterte, sie habe Angst vor ihrem Babysitter – da klopfte meine 78-jährige Nachbarin an meine Tür.

Meine Tochter hatte immer der Person vertraut, der ich am meisten vertraute, wenn es um ihre Betreuung ging. Doch dann ließ mich ein ängstliches Flüstern erkennen, dass Geheimnisse direkt vor unseren Augen verborgen lagen und mir die Zeit davonlief.

Als meine Tochter mir das erste Mal sagte, dass sie Angst habe, sagte sie es so leise, dass ich sie fast nicht gehört habe.

Im Rückblick glaube ich, dass sie Angst hatte, dass es noch jemand anderes hören könnte.

Meine Tochter Emma hatte unsere Babysitterin Claire immer sehr geliebt.

Jeden Werktag, bevor ich zur Arbeit ging, wartete sie am Fenster auf Claires blaue Limousine.

In dem Moment, als es in der Einfahrt auftauchte, strahlte Emma.

***„Claire ist da!“***

Sie schnappte sich ihren kleinen Rucksack und rannte zur Haustür, noch bevor ich sie öffnen konnte.

Sie zusammen zu sehen, beruhigte mich immer.

Claire passte schon auf Emma auf, seit diese vier Jahre alt war.

Sie hatte ausgezeichnete Referenzen, engagierte sich ehrenamtlich im Gemeindezentrum und schien unendlich viel Geduld mit Kindern zu haben.

Sogar meine Nachbarn bemerkten, wie freundlich sie wirkte.

***„Sie haben einen guten gefunden“, sagte Vernon, mein 78-jähriger Nachbar, eines Nachmittags zu mir.***

„Das hoffe ich“, antwortete ich.

Als alleinerziehende Mutter musste ich das glauben.

Emma und ich hatten uns in einen unkomplizierten Tagesablauf eingelebt.