Sie gingen außerdem davon aus, dass es sich bei dem Treuhandvertrag um ein rein zeremonielles Dokument handelte, das von einer ängstlichen Schwiegertochter verfasst worden war, die es niemals benutzen würde.
Eine weitere Wehe durchfuhr mich.
Ich biss mir auf den Ärmel, um nicht loszuschreien.
Draußen hörte die Band auf zu spielen.
Ein Mann verkündete, dass das Anschneiden der Torte früher beginnen würde.
Die Gäste applaudierten, und Celeste quietschte vor Freude, als ob meine Arbeit lediglich eine Unannehmlichkeit wäre, die sie erfolgreich verschoben hätten.
Dann kehrte Evan zurück.
„Claire, sprich leiser“, sagte er durch die Tür. „Mama sagt, der Krankenwagen ist in zwanzig Minuten da.“
„Sie hat nie angerufen.“
„Ich kümmere mich darum.“
„Nein“, sagte ich. „Du beschützt sie.“
Seine Stimme wurde hart.
„Nach allem, was meine Familie dir gegeben hat, kannst du ein paar Minuten ohne Aufsehen auskommen.“
Ich schloss meine Augen.
Das war der Moment, in dem unsere Ehe zu Ende ging.
Nicht, als ich seine Unterschrift auf den Überweisungen der Briefkastenfirma fand.
Als er den Applaus dem Leben unserer ungeborenen Tochter vorzog.
„Mara“, flüsterte ich.
„Ich habe ihn gehört“, antwortete sie am Telefon. „Der Rettungsdienst ist am Südtor. Mein Team ist dreißig Sekunden später da.“
Plötzlich erfüllte ein lautes Pochen den Korridor.
