Sieben Morgen hintereinander kam ich von meiner Nachtschicht nach Hause und fand ein warmes Frühstück auf dem Tisch vor – ich lebe ganz allein, deshalb habe ich eine Kamera versteckt.

Ich habe es ins Spülbecken fallen lassen.

Ich habe es mir eine Weile angesehen und mich dann krankgemeldet. Ich war nicht mehr nur verwirrt. Ich hatte Angst.

In jener Nacht versteckte ich mich im Dunkeln in der Flurnische gegenüber meiner Tür und wartete.

Kurz nach Sonnenaufgang schloss jemand leise meine Haustür auf. Ängstlich beobachtete ich, wie ein junger Mann mit einer Papiertüte an der Hüfte in mein Blickfeld trat.

Dann trat ich mit einem Baseballschläger in der Hand hinaus und schaltete das Licht an.

“Nicht bewegen!”
Ich versteckte mich in einer Nische im Flur.

Er erstarrte. Die Tasche rutschte ihm den Arm hinunter, und er fing sie an seiner Brust auf.

Als er sich umdrehte, gaben meine Knie fast nach!

Der junge Mann hatte Bobbys Augen! Er hatte den Mund meiner Mutter! Ich schrie!

Er sprach meinen Namen leise aus, wie ein Wort, das er wochenlang geübt hatte.

„Es tut mir leid“, sagte der junge Mann. „Ich habe das Klopfen geübt, aber ich konnte es einfach nicht.“

Ich umklammerte den Türrahmen.

Meine Knie hätten fast nachgegeben!
„Sich für eine Woche in die Wohnung einer Frau einzuschließen, ist keine kluge Idee.“

Er zuckte nicht einmal mit der Wimper.

„Ich dachte, Frühstück wäre sanfter als Klopfen. Ich dachte, wenn ich klopfe, würdest du die Tür zuschlagen, bevor ich etwas sagen könnte.“

“Na ja, du hast mich trotzdem erschreckt!”

“Ich weiß.”

„Raus hier“, sagte ich. „Lass die Tasche und den Schlüssel auf der Küchentheke liegen. Ich brauche die Wohnung leer.“

Er zuckte nicht einmal mit der Wimper.

Der junge Mann nickte einmal.

Er stellte die Einkaufstüte auf die Theke, zog einen kleinen Messingschlüssel aus der Tasche und legte ihn hin.

Dann ging er an mir vorbei, zog die Tür hinter sich zu und ging die Treppe hinunter.

Ich stand da, vielleicht eine Minute oder auch fünf.

Er stellte die Einkaufstüte auf die Küchentheke.

Ich hob den Schlüssel auf, der noch warm war, weil er ihn dort gehalten hatte. Ich legte ihn hin. Dann hob ich ihn wieder auf.

Dann schaute ich mir die Tasche an.

Der obere Rand wurde zweimal umgeschlagen und flachgefaltet. So habe ich früher die Brotdosen für einen Sechsjährigen gefaltet, der unbedingt sein eigenes Mittagessen in den Kindergarten mitnehmen wollte.

Darin befand sich ein in Wachspapier eingewickeltes Päckchen mit Orangenscheiben, die bereits mit Zimt bestreut waren. Daneben lag eine einzelne reife Birne. Zwischen den beiden lag eine geviertelte Papierserviette. Ich öffnete sie.

Ich habe es wieder aufgehoben.

Da stand ein Wort in sorgfältiger Handschrift mit blauem Kugelschreiber: „Mama-bee“.