Ich setzte mich auf die Küchenfliesen und weinte zum ersten Mal seit vielleicht einem Jahr. Dann stand ich wütend auf mich selbst auf.
Mein Handy zeigte wieder eine Vorwahl aus Michigan an. Ich habe aufgelegt.
Am Donnerstagabend im Krankenhaus erwischte mich meine Kollegin Kelly am Medikamentenwagen.
Ich habe ein Diagramm sehr sorgfältig erstellt.
“Welcher Typ?”
„Er hat keinen Namen genannt. Er klang älter und wählte seine Worte mit Bedacht.“ Kelly runzelte die Stirn. „Maureen, alles in Ordnung?“
“Was hast du ihm gesagt?”
„Dass ich das Personal nicht bestätigen konnte. Standard. Maureen, im Ernst.“
“Mir geht es gut.”
„Das bist du nicht. Ruf die Polizei.“
“Ich werde.”
Im Pausenraum schaffte ich es gerade mal, die 911 in mein Handy einzutippen. Dann dachte ich daran, zu sagen, jemand würde einbrechen und mir Frühstück machen und hätte auf der Arbeit angerufen. Aber mein Daumen rührte sich nicht.
Stattdessen bin ich wieder zur Arbeit gegangen.
Am Freitagmorgen kam ich nach Hause und es erwartete mich schon wieder eine Mahlzeit.
Ich ging zur Schublade mit dem Krimskrams und holte den Brief heraus.
Auf der Absenderadresse befand sich etwas, das wie Bobbys Handschrift aussah.
Das Lesen des Briefes war eine Tür, die ich öffnen musste, und ich hatte bereits eine Tür, die ich nicht schließen konnte.
Ich ließ es ins Spülbecken fallen und zündete die Ecke mit einem Streichholz aus der Streichholzschachtel aus dem Tante-Emma-Laden an.
Am selben Tag versteckte ich eine kleine, alte Kamera über dem Kühlschrank.
Als ich am Samstagmorgen von der Arbeit zurückkam, stand das Frühstück schon bereit. Ich sah mir die Aufnahmen an.
Jemand hatte ausgesteckt und sämtliche Aufnahmen gelöscht.
