Der Schlüssel passte perfekt.
Im Inneren befanden sich Bündel von Briefen.
Auf jedem Umschlag stand mein Name in Caras Handschrift.
Die älteste Aufnahme stammt aus dem dritten Tag nach ihrem Verschwinden.
Ich habe es geöffnet.
Der erste Satz veränderte alles.
Ich bin schwanger.
Ich habe aufgehört zu lesen.
“Was?”
Mara sagte nichts.
Ich fuhr fort.
Cara hatte die Schwangerschaft erst Stunden vor unserem letzten Streit entdeckt.
Plötzlich sah unser Gespräch über Kinder ganz anders aus.
Sie hatte mich nicht beiläufig gefragt, wann ich eine Familie gründen wolle.
Sie hatte versucht zu verstehen, was passieren würde, wenn sie mir sagen würde, dass wir bereits eins bekommen würden.
Damals hatte ich noch voller Begeisterung von einem Aufbaustudium gesprochen.
Europa.
Reisen.
Jahrelang warten, bis man Vater wird.
