Acht Jahre lang habe ich den Rasen meiner betagten Nachbarin gemäht – nach ihrer Beerdigung übergab mir ihr Anwalt einen versiegelten Umschlag und sagte: „Sie wusste, dass dieser Ihnen gehörte.“

Einige Monate später bemerkte Fanny, dass der Messingschlüssel immer noch an meinem Schlüsselbund hing.

Wir standen neben Theresas Sonnenblumen und sammelten Samen für den nächsten Frühling.

„Warum trägst du es immer noch bei dir?“, fragte sie.

Ich kniete nieder und legte ihr den Schlüssel in die Hand.

„Dieser Schlüssel öffnet kein Haus mehr, Liebling.“

Sie fuhr mit dem Finger über die abgenutzte Kante.

„Was wird dadurch dann freigeschaltet?“

„Der Teil von uns, der bemerkt, wenn jemand wartet.“

Fanny blickte in Richtung Walters Veranda.

Roger setzte sich neben ihn und tat so, als wüsste er nicht, wo Walter seine Lesebrille versteckt hatte.

Olive schenkte Tee ein, während ein frisch gebackener Kuchen auf dem Geländer abkühlte.

Fanny schloss sanft meine Finger um den Schlüssel.

„Wenn ich größer bin, kann ich dann der Nächste sein?“

Mir stiegen die Tränen in die Augen, bevor ich antworten konnte.

„Ich hatte gehofft, dass du fragst, Liebling.“

Theresa hat mich gelehrt, dass Einsamkeit nie wirklich verschwindet.

Es zieht einfach in ein anderes Haus um.

Es wartet hinter verschiedenen Fenstern.

Und manchmal reichen schon zehn gewöhnliche Schritte über eine Auffahrt, um dorthin zu gelangen.

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