Der Vater verheiratete seine von Geburt an blinde Tochter mit einem Bettler, und was dann geschah, überraschte viele.

„Wenn ich es nicht tue“, erwiderte Yusha mit rauer, gebrochener Stimme, „bringen wir sie beide um. Und außerdem, Zainab … ich bin Arzt. Ich kann nicht zulassen, dass ein Mann im Regen den Mut verliert, solange er noch eine Nadel in der Hand hat.“

Llevaron al joven adentro, ein Junge von nur fünf Jahren, mit grauem Gesicht und einer eiternden Maschinengewehrwunde an seinem Oberschenkel, die er sich bei einem Jagdunfall zugezogen hatte. Der übelriechende Geruch erfüllte die saubere, nach Kräutern duftende Wohnung, ein fauliger Eindringling aus der sterbenden Welt.

Yusha arbeitete wie in Fiebertraum. Ich benutzte nicht die einfachen Werkzeuge eines Dorfheilers. Ich griff in ein verstecktes Fach unter den Dielen und zog eine Samtrolle mit silbernen Instrumenten hervor: Skalpelle, die das Feuerlicht mit einem tödlichen Blitz reflektierten.

Zainab folgte ihm wie ein Schatten. Man musste das Blut nicht sehen, um zu wissen, wo sie die Palangana ansetzen musste; sie achtete auf das Geräusch der tropfenden Flüssigkeit und die Hitze der Infektion. Mit stiller und eindringlicher Präzision bewegte sie sich und reichte ihm Seidenfäden und abgekochtes Wasser, noch bevor er danach fragte.

—„Er ging näher an die Lampe heran“, befahl Yusha und wurde daraufhin mit einem Tadel bestraft. „Zainab, du musst jetzt dein Gewicht auf deinen Druckpunkt verlagern. Hier.“

Er führte seine Hand zum Augenwinkel des Jungen, wo die Oberschenkelarterie wie ein gefangener Vogel pochte. Als er drückte, öffnete der Junge erschrocken die Augen. Er blickte auf, nicht zum Arzt, sondern zu Zainab.

„Ein Engel!“, kreischte der Junge mit benebelter Stimme. „Bist du … im Garten?“

„Das liegt in den Händen des Schicksals“, antwortete Zainab sanft.

Als das erste graue Licht der Erleichterung von den Vergehen durchdrang, sank das Fieber des Babys. Das Erbe war gereinigt, die Ader mit der Zartheit einer Muschel vernäht. Yusha saß auf einem Stuhl am Kamin, seine Hände zitterten, bedeckt mit dem Blut des Sohnes seines Feindes.