Teil 3: Der letzte Tanz
Nach vierzig Jahren wurde das Rätsel endlich gelöst.
Michael hatte mich nicht verlassen und sich auch nicht für ein anderes Leben entschieden.
Er hatte versucht zurückzukehren.
Rebecca fuhr fort: Michael hatte mich beim Abschlussball allein gelassen, um ein Geschenk zu holen, und wollte unbedingt sein Fünf-Minuten-Versprechen einhalten.
Rebeccas Großmutter kannte nur meinen Vornamen.
Sie durchsuchte Zeitungsberichte, fand aber mehrere Mädchen namens Giselle in den umliegenden Landkreisen. Später zog ihre Familie weg, und sie verstaute die Ansteckblume in der Keksdose.
Jedes Jahr nahm sie sich vor, mich zu finden, sobald sie mehr wüsste.
Doch die Zeit verging, und es wurde immer schwieriger, sich einzugestehen, dass sie zu lange gewartet hatte.
Nach der Beerdigung suchte Rebecca erneut. Da erwähnte Tori eine Kantinenmitarbeiterin namens Giselle, die einmal über den Abschlussball gesprochen hatte.
So haben sie mich gefunden.
Zuerst schlug die Trauer in Wut um.
„Ich hatte ein Recht darauf, es zu erfahren“, sagte ich.
Rebecca nickte. „Das hast du.“
