Ich erzählte ihr, dass ich vier Jahrzehnte lang darüber nachgedacht hatte, ob Michael aufgehört hatte, mich zu lieben. Ich stellte jedes Versprechen und jeden Traum in Frage, den wir geteilt hatten.
Ich war nie verheiratet gewesen.
Ich hatte noch nie mit jemand anderem getanzt.
Rebeccas Augen füllten sich mit Tränen.
„Meine Großmutter kann Ihnen diese Jahre nicht zurückgeben“, sagte sie. „Ich auch nicht. Aber Michael hat nie aufgegeben, es wieder zu versuchen.“
An diesem Abend öffnete ich die Zedernholzkiste und legte Michaels Ansteckblume neben mein Korsagensträußchen.
Die Blumen hatten vierzig Jahre lang getrennt gelebt.
Wir auch.
Am nächsten Tag kam Tori zurück in die Cafeteria und fragte, ob die Blumen zusammen seien.
„Das sind sie“, sagte ich zu ihr.
Sie sagte, ihre Mutter habe ihr erzählt, ich hätte nie wieder getanzt.
Ich gab zu, dass es stimmte.
Tori streckte ihre winzige Hand aus.
„Willst du dann mit mir tanzen?“
Einen Moment lang konnte ich nicht sprechen.
Schließlich nahm ich ihre Hand.
Sie trat auf meine Schuhe, und wir schwankten zwischen den leeren Cafeteriatischen hin und her, während Musik aus der Turnhalle herüberwehte.
Tori trat mir zweimal auf die Füße, und ich fing an zu lachen.
Es war das erste Mal seit vierzig Jahren, dass sich Glück nicht wie Verrat anfühlte.
Als die Musik aufhörte, umarmte sie mich und nannte es den besten Tanz aller Zeiten.
Ich dachte an Michael, die passenden Blumen und das Mädchen vor mir.
Toris Familie existierte, weil Michael genau der Mensch war, an den ich mich erinnerte – ein Junge, der niemals an jemandem in Not vorbeigehen konnte.
Ich lächelte durch meine Tränen hindurch.
„Ja“, sagte ich. „Ich glaube schon.“
