Aber ich konnte meinen Eltern das, was sie getan hatten, nicht verzeihen.
„Ich habe dich zwei ganze Minuten lang gehasst“, flüsterte ich.
Plötzlich hallten schnelle Schritte auf uns zu.
Ich drehte mich um und sah den Arzt näherkommen.
Irgendetwas in seinen Augen verriet mir, dass er Neuigkeiten überbrachte, auf die ich nicht vorbereitet war.
Ich stand da und stemmte mich gegen die Wand.
Der Arzt blieb vor uns stehen.
Sein Blick wanderte zwischen Ben und mir hin und her.
Bevor er etwas sagen konnte, klingelte der Aufzug.
Meine Eltern traten hinaus, ihre Mäntel ordentlich über den Armen gefaltet.
Sie haben uns entdeckt und sind herübergekommen.
„Wie geht es ihr?“, fragte meine Mutter.
„Rosie ist stabil“, sagte der Arzt. „Beide Babys atmen selbstständig.“
Mir entfuhr ein Schluchzen, als ich Bens Ärmel packte.
Er weinte bereits, stumme Tränen rannen über sein Gesicht.
„Sie hat es geschafft“, flüsterte ich. „Sie hat es geschafft, Ben.“
Meine Mutter kam mit offenen Armen auf mich zu, bereit zur Umarmung.
Meine ganze Wut brach mit voller Wucht hervor.
Ich bin weggegangen.
„Was ich getan habe?“ Mama runzelte die Stirn. „Wovon redest du, mein Schatz?“
Ich habe den Vertrag zur Sprache gebracht.
Die Farbe verschwand aus den Gesichtern meiner Eltern.
„Du wolltest sie wegschicken!“
„Du verstehst nicht, was wir geplant hatten –“
