Ich habe zuerst den Brief geöffnet.
Mein Schatz, falls du das liest: Mir ist etwas zugestoßen, und es tut mir so leid, dass ich dir nicht alles persönlich erzählen konnte. Bitte keine Panik. Lies jede Seite. Vertrau den Zahlen, nicht ihren Worten.
Ich habe es zweimal gelesen.
Dann holte ich die Kontoauszüge ab.
Es handelte sich um Kopien aus den College-Fondskonten der Kinder.
Ich hatte diese Konten selbst acht Jahre zuvor eröffnet.
Sarahs Mutter hatte darauf bestanden, als Ersatztreuhänderin eingetragen zu werden, und behauptete, dies geschehe aus steuerlichen Gründen.
Die am unteren Rand jedes Kontoauszugs abgedruckten aktuellen Salden ließen mich würgen.
Julies Abrechnung: vierhundertundzwölf Dollar.
Joyces: dreihundertsechzig.
Joans: unter dreihundert.
Jeremys: leer.
Die Konten waren über sechs Jahre hinweg durch kleine Abhebungen nach und nach leergeräumt worden.
Alle Auszahlungen waren von derselben Person unterzeichnet worden.
IHR.
Mein Herz zerbrach.
Warum hat Sarah mir das verschwiegen, anstatt es mir zu sagen?
