TEIL 1:
Sieben Monate lang dachte ich, meine Frau trüge ein Kind für eine andere Familie, damit wir uns endlich ein eigenes Haus leisten könnten. Dann hörte ich sie mit meinem Chef über das Geheimnis lachen, und noch bevor ich unser Haus betreten hatte, war ich mir sicher, dass meine Ehe am Ende war.
Mein Sohn war auch drinnen.
Fast mein ganzes Leben lang glaubte ich, dass harte Arbeit einem Mann und seiner Familie letztendlich eine Chance geben würde.
Lange Arbeitszeiten, eiskalte Kriechkeller oder Rost und Schmutz unter den Fingernägeln machten mir nie etwas aus. Klempnerarbeit war zwar nicht glamourös, aber sie sicherte meinen Lebensunterhalt, und ich war stolz darauf, Dinge reparieren zu können, an denen andere gescheitert waren.
Aber irgendwie gelang es mir nie, mein eigenes Leben in Ordnung zu bringen.
Jede Gehaltserhöhung verschwand für Miete, Lebensmittel, Kinderbetreuung oder die nächste Reparatur an unserem alten Minivan. Egal wie sorgfältig Renee und ich haushalteten, unser Sparkonto schien immer nur noch knapp über dem Limit zu sein.
Renee hat mir nie die Schuld gegeben.
Das tat fast noch mehr weh.
