Vanessa.
Meine Schwester.
Mein Vater sank in seinen Stuhl zurück.
Santos fuhr fort.
„Wir haben das Telefon von Herrn Pike überprüft.“
Mein Puls beschleunigte sich.
„Er hat gestern siebzehn Anrufe erhalten.“
„Von wem?“
Der Detektiv sah mich an.
„Grant Cole.“
Das Gesicht meines Vaters verfärbte sich grau.
Am Nachmittag desselben Tages spürte die Polizei Vanessa und Grant in einem 64 Kilometer entfernten Motel auf.
Grant wurde wegen Finanzbetrugs verhaftet.
Vanessa wurde zum Verhör mitgenommen.
Sie beharrte darauf, dass der vorgetäuschte Todesanruf Grants Idee gewesen sei.
Laut ihrer Aussage behauptete Grant, ihr Vater sei über Nacht gestorben, und Harold habe dies bestätigt.
Sie gab zu, den Anruf getätigt zu haben.
Sie gab zu, versucht zu haben, das Geld zu überweisen.
Sie gab zu, gewusst zu haben, dass die Vollmacht fragwürdig war.
Sie bestritt jedoch, jemals geplant zu haben, ihrem Vater weh zu tun.
Dann zeigten ihr die Ermittler den Autopsiebericht von Harold.
Er war nicht eines natürlichen Todes gestorben.
Er war vergiftet worden.
Das Gift hatte die gleiche Zusammensetzung wie das Medikament, das mein Vater wegen seiner Herzerkrankung einnahm.
Vanessa brach zusammen.
Grant verlangte einen Anwalt.
Nachdem mein Vater die Nachricht gehört hatte, sprach er fast eine Stunde lang kein Wort.
Ich dachte, wir hätten das Schlimmste hinter uns.
Ich habe mich geirrt.
Am nächsten Morgen rief Margaret an.
„Sie beide müssen in mein Büro kommen.“
Wir kamen kurz vor elf an.
Vanessa war bereits da.
Das galt auch für Detective Santos.
Sie wirkte völlig am Boden zerstört.
Ihre Wimperntusche war verschwunden.
Ihre Augen waren geschwollen.
Als sie ihren Vater sah, flüsterte sie.
“Es tut mir Leid.”
Er sagte nichts.
Margaret stellte den ramponierten Metallschließfach auf den Konferenztisch.
