„Natalie, ich habe vor 32 Jahren einen Fehler gemacht, und ich muss ihn wiedergutmachen, bevor Vanessa es herausfindet.“
Das war die gesamte Erklärung, die er gegeben hatte.
Am darauffolgenden Tag verbrachten wir fast sechs Stunden im Büro der Anwältin Margaret Hale.
Mein Vater unterzeichnete ein Dokument nach dem anderen.
Änderungen des Trusts.
Eigentumsübertragungen.
Medizinische Anweisungen.
Unterlagen bezüglich seiner Firmenanteile.
Ich war davon ausgegangen, dass er lediglich seinen Nachlass neu ordnete, weil Vanessa und Grant ihn wegen Geld unter Druck gesetzt hatten.
Jetzt begriff ich, dass es weitaus ernster war.
„Was hat Vanessa eingereicht?“, fragte ich.
Papa blickte zum Fenster.
„Wahrscheinlich eine gefälschte Vollmacht.“
Ich hätte beinahe meine Kaffeetasse fallen lassen.
„Was?“
Papa rieb sich mit der Hand über die Stirn.
„Vor drei Wochen bemerkte ich, dass Geld fehlte.“
“Wie viel?”
„Achtundsiebzigtausend Dollar.“
Mir wurde ganz flau im Magen.
„Vanessa?“
„Ich hatte Grant verdächtigt.“
Mein Vater erklärte, dass jemand von einem unbekannten Gerät aus auf sein Anlagekonto zugegriffen hatte.
Dann kontaktierte ihn die Bank, um zu fragen, ob er Vanessa bevollmächtigt habe, als seine Finanzvertreterin zu fungieren.
Das hatte er nicht.
