„Ich bin vor der Schuld geflohen“, sagte sie. „Nicht vor dir. Dann bekam ich Lily und Rose, und ich verstand endlich, was du all die Jahre für mich getan hast. Ich kam zurück, um dir das zu geben, was immer schon dir gehörte.“
Mit zitternden Fingern entfaltete ich Davids Brief.
Er schrieb darüber, dass er uns beide liebte. Er schrieb darüber, dass er sich wünschte, wir wären eine Familie, die nicht aufrechnete, eine Familie, die nicht entschied, wer dazugehörte und wer nicht.
Als ich mit dem Lesen fertig war, weinte Emily.
Ich zog sie in meine Arme.
„Es tut mir so leid“, schluchzte sie an meiner Schulter. „Es tut mir so leid.“
„Du bist nach Hause gekommen“, flüsterte ich. „Das ist es, was zählt.“
Monate später war meine Küche wieder laut.
Da waren klebrige Hochstühle, zerdrückte Bananen, Babyfläschchen und zwei kichernde Mädchen, die sich Haferflocken in die Haare schmierten.
Emily reichte mir über den Tresen eine Tasse Kaffee.
„Mama, kannst du Roses Lätzchen holen?“
Ich erstarrte.
Sie schien gar nicht zu bemerken, wie sie mich genannt hatte.
