Vielleicht war dies die zweite Chance, von der ich schon nicht mehr geglaubt hatte, dass sie jemals kommen würde.
Dann, am vergangenen Donnerstag, erschien Emily blass und unsicher in der Küche. Sie hielt sich am Türrahmen fest.
„Sarah“, sagte sie, „ich glaube, ich bekomme Fieber. Würdest du bitte mit den Mädchen spazieren gehen? Ich muss einfach nur schlafen.“
„Natürlich, Liebling“, sagte ich. „Geh dich ausruhen.“
Ich packte Lily und Rose in den Kinderwagen, küsste Emilys warme Stirn und trat hinaus in den hellen Sommermorgen.
Ich hatte keine Ahnung, dass sie darauf gewartet hatte, dass ich gehe.
Ich war erst drei Blocks gefahren, als mir auffiel, dass ich die Sonnenhüte für die Zwillinge vergessen hatte. Die Julisonne brannte schon gegen das Verdeck des Kinderwagens, und Lily fing an, wegen der Hitze zu quengeln.
Also drehte ich um und ging nach Hause.
Ich ging durch die Seitentür hinein und achtete darauf, dass das Fliegengitter nicht zuschlug. Emily brauchte Ruhe, und die Babys waren endlich eingeschlafen.
Als ich aber an ihrem Zimmer vorbeikam, war die Tür offen.
Das Bett war leer.
