Die Decke war zurückgeworfen, als wäre sie in Eile gegangen. Das Thermometer, das sie mir zuvor gezeigt hatte, lag unberührt auf dem Nachttisch.
Dann hörte ich es.
Ein dumpfes Klopfgeräusch.
Holz gegen Holz.
Es kam von der Rückseite des Hauses.
Davids Werkstatt.
Die Tür war fünf Jahre lang verschlossen gewesen. David hatte sie immer mit einem Vorhängeschloss gesichert, und nach seinem Tod hatte ich sie nie geöffnet. Ich hatte mir vorgenommen, sie eines Tages auszuräumen.
Doch dieser Tag kam nie.
Ich schob den Kinderwagen leise den Flur entlang, da ich die Babys nicht allein lassen wollte, und folgte dem Geräusch.
Das zerbrochene Vorhängeschloss lag auf dem Boden.
Daneben lag ein Brecheisen.
Als ich die Werkstatttür öffnete, stockte mir der Atem.
Davids schwere Eichenwerkbank war auseinandergerissen worden. Schubladen waren umgeworfen. Werkzeuge lagen verstreut auf dem Boden. Es sah aus, als hätte jemand verzweifelt nach etwas gesucht.
Emily kniete mitten im Chaos.
