Versteckte PFAS in Toilettenpapier erhöhen das Krebsrisiko: 6 Arten, vor denen man sich in Acht nehmen sollte

Das große Ganze: Das Leben nach der Spülung

Doch die eigentliche Geschichte beginnt erst, wenn man den Hebel betätigt. Wenn PFAS in die Abwasserbehandlung gelangen, werden sie häufig im Klärschlamm (Biosolids) enthalten sein. Dieser wird oft als Dünger in der industriellen Landwirtschaft eingesetzt.

Das ist der Kreislauf: Die Chemikalien gelangen vom Papier ins Wasser, in den Boden und sogar in die Lebensmittel, die wir vielleicht eines Tages essen. Es ist die Umweltbelastung in Zeitlupe, die zeigt, welchen Einfluss unsere täglichen Entscheidungen auf unseren ökologischen Fußabdruck haben können.

Recycelt vs. Bambus: Sind „ökologische“ Alternativen sicherer?

Wenn wir versuchen, das Richtige für unseren Planeten zu tun, gehen wir davon aus, dass die Verwendung von Recycling- oder Bambuspapier anstelle von herkömmlichem Zellstoff sozusagen eine Art Freifahrtschein in Bezug auf Bäume und CO₂-Bilanz ist. Doch hinsichtlich der chemischen Reinheit gibt es eine Reihe von Problemen, von denen einige etwas paradox sind.

Das Paradoxon des Recyclingpapiers : Recyceltes Toilettenpapier ist zwar eine hervorragende Option für die Kreislaufwirtschaft, kann aber unerwünschte Chemikalien anziehen. Denken Sie nur daran, was wir alles in den Recyclingbehälter werfen: Hochglanzmagazine, Versandetiketten und Thermobons landen dort oft. Diese Materialien können BPA oder PFAS enthalten, um sie wasserabweisend oder bedruckbar zu machen. Werden sie zu Zellstoff verarbeitet, können unerwünschte mikroskopisch kleine Chemikalien im Endprodukt enthalten sein. Sofern ein Unternehmen keine extrem strengen Filterverfahren anwendet, kann Ihre vermeintlich umweltfreundliche Alternative sogar mehr dieser Chemikalien enthalten als Zellstoff aus Frischholz.

Der Bambusfaktor : Bambus gilt aufgrund seines unglaublichen Wachstums und geringen Wasserbedarfs als Wunderpflanze. Nach dem Schneiden muss er jedoch zu weichem, weißem Papier verarbeitet werden. Die Sicherheit des Endprodukts hängt dabei maßgeblich von einem geschlossenen Produktionskreislauf ab. Verwendet das Unternehmen aggressive chemische Lösungsmittel oder gar elementares Chlor, um die empfindlichen Bambusfasern auszulaugen, stehen wir wieder am Anfang. Um die Vorteile von Bambus voll auszuschöpfen, müssen wir Unternehmen finden, die auf mechanische Verarbeitung statt auf chemische Verfahren setzen.