„War Miss Theresa einsam?“
„Manchmal, Kumpel“, antwortete ich leise.
„Sogar bei uns?“
„Nicht, wenn sie wusste, dass wir kommen würden“, flüsterte ich.
Ich blickte noch einmal auf den Brief.
„Du hast mir mehr als nur Gesellschaft geleistet.“
Du hast mir Leute gegeben, für die ich backen kann.
Unvergessliche Geburtstage.
Konzerte, die man besuchen sollte.
Ein kleiner Junge, der jede Woche meine Brille fand, selbst als ich ihm die Arbeit peinlich leicht machte.“
Roger lächelte mit tränengefüllten Augen.
„Ich wusste, dass sie in ihrer Tasche waren.“
„Natürlich hast du das“, sagte ich.
Der Brief ging weiter.
„Fanny schenkte Harold eine zweite Sonnenblume.“
Olive hat mir einen Stuhl an deinem Tisch angeboten.
Und du hast mir das sicherste Geschenk gemacht, das eine Witwe erhalten kann.
Du hast mir das Gefühl gegeben, erwartet zu werden.“
Dieser eine Satz hat mich gebrochen.
Ich senkte den Kopf und legte den Brief auf den Tisch.
Lange Zeit herrschte Stille.
Dann schob Fanny leise ihre Hand in meine.
Ich habe den letzten Absatz gelesen.
„Der Schlüssel gehört nicht mehr zu meinem Haus.“
Es gehört zu der nächsten Tür, an die Sie klopfen werden.“
Darunter hatte Theresa noch eine letzte Notiz hinzugefügt.
„Bevor du heute nach Hause gehst, schau dir bitte zwei Häuser hinter meinem an.“
Sein Name ist Walter.
Seine Samstage sind ruhiger als meine es je waren.“
Ich stand auf und ging zum Fenster.
Zwei Häuser weiter saß Walter allein auf seiner Veranda neben einem verwilderten Rasen.
Ich hatte ihn schon oft gesehen.
Ich hatte einfach nie darauf geachtet.
Die letzten Zeilen des Briefes waren kurz.
„Freundlichkeit ist nichts, was wir für uns behalten.“
Es ist etwas, das wir weitergeben, bevor es selbst einsam wird.
Danke für jeden Samstag.
„Suchen Sie sich nun bitte den nächsten.“
Ohne ein Wort zu sagen, stand Olive auf.
Sie wickelte den Kuchen in ein sauberes Handtuch.
Fanny trug es vorsichtig in beiden Händen.
Roger raste in Richtung Garage.
„Ich hole den Benzinkanister, Papa.“
Ich faltete Theresas Brief zusammen und befestigte den Messingschlüssel an meinem Schlüsselbund.
Es lag mit einem leisen metallischen Klicken neben dem Schlüssel zu unserem eigenen Zuhause.
Dann rollte ich den Rasenmäher über die Einfahrt.
Wir gingen an Theresas Veranda vorbei.
Die angeschlagene blaue Teekanne stand noch immer hinter dem Küchenfenster.
Die Verandaschaukel wiegte sich sanft in der Brise.
Walter blickte auf, als wir uns näherten.
