Drei Jahre lang verließ mich mein Mann jeden Abend, um seinem Onkel zu helfen – an unserem Jahrestag sagte seine Frau fünf Worte, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließen.

Ich wollte ihn weiterreden lassen.

Gegen zehn Uhr abends schloss Bob die Haustür auf.

Ich saß bereits auf dem Sofa und hielt ein Taschenbuch in der Hand, von dem ich noch keine einzige Seite gelesen hatte.

Als er hereinkam, bemerkte ich denselben ungewohnten Blumenduft, der noch an seiner Kleidung haftete.

Ich legte das Buch beiseite und lächelte so natürlich wie möglich.

„Wie geht es Onkel Johns Hund? Ist alles in Ordnung?“

Bob hielt inne, während er seinen Mantel auszog.

Nur für einen Herzschlag.

Dann kehrte das vertraute Lächeln zurück.

„Oh, ihm geht es hervorragend. Und Onkel John fühlt sich auch schon besser. Danke der Nachfrage, Liebes.“

Ich senkte den Blick zum Buch, damit er meinen Gesichtsausdruck nicht sah.

Ein Hund.

Als er ging, saß eine Katze in einem Baum fest.

Er hatte sich so sehr ans Lügen gewöhnt, dass er sich nicht einmal mehr erinnern konnte, welche Geschichte er erfunden hatte.

Das war der Beweis, den ich brauchte.

Was auch immer ihn jeden Abend um 18:30 Uhr erwartete, es war mit Sicherheit nicht Onkel John.

Und das wollte ich herausfinden.