Dann stiegen wir aus dem Wasser.
Ich hatte gerade nach den Handtüchern gegriffen, als eine Frau hinter uns laut rief: „Oh mein Gott!“
Ich drehte mich um.
Sie wirkte etwa dreißig, trug einen eleganten Hut, glänzenden Lippenstift und eine teure Sonnenbrille, die tief in ihr Haar gesteckt war. Zwei Frauen saßen hinter ihr, hielten Eisgetränke und identische Tragetaschen in den Händen.
Sie musterte mich von oben bis unten.
„Ist dir das nicht peinlich?“
Ich blinzelte. „Wie bitte?“
Sie lachte kurz auf.
Einen Moment lang glaubte ich ehrlich gesagt, ich hätte etwas falsch verstanden.
Ich blickte an mir herunter. Ich war vollständig bedeckt. Nichts Aufreizendes. Nichts, was Aufmerksamkeit erregte. Nur ein gewöhnlicher Badeanzug an einer gewöhnlichen älteren Dame, die einen schönen Tag mit ihrer Enkelin verbringen wollte.
Ich antwortete leise: „Es ist ein Pool.“
Ihre Freundinnen kicherten.
Sie neigte den Kopf. „Hier sind Kinder.“
Mir schoss die Hitze ins Gesicht.
„Ich bin abgesichert“, sagte ich.
Ihr Lächeln wurde noch unangenehmer. „Manche Dinge sind einfach nicht für alle anderen angenehm.“
Es ging nicht nur um das, was sie sagte.
Es war die Art, wie sie starrte.
Die Art, wie ihre Freunde in ihre Getränke lächelten.
Das Gefühl, plötzlich zu alt, zu sichtbar und zu viel zu sein.
Ohne nachzudenken, griff ich nach meinem Überwurf.
Amelia sah mich an. „Oma?“
Ich zwang mir ein Lächeln ab. „Mir geht’s gut, Schatz.“
Ich war es nicht.
Ich setzte mich und zog mir das Tuch über den Schoß. Ich wollte weggehen. Nicht, weil die Frau Recht hatte, sondern weil ich nicht wollte, dass Amelias Geburtstag zu einer Erinnerung an die öffentliche Demütigung ihrer Großmutter wurde.
