„Bitte bleiben Sie hier“, sagte er.
Brooke lachte erneut. „Man kann aus einem einzigen Gespräch doch nicht so eine große Sache machen.“
Marcus antwortete: „Das kommt darauf an.“
Er deutete auf eine Frau im Blazer, die von der Terrasse heraufkam.
In dem Moment, als Brooke sie sah, veränderte sich ihre Körperhaltung.
Die Frau blieb neben uns stehen. „Gibt es ein Problem?“
Marcus erklärte: „Dieser Gast hat sich in Anwesenheit eines Kindes respektlos gegenüber einem anderen Gast geäußert.“
Die Frau im Blazer blickte Brooke an, dann auf die Markentasche neben ihrem Stuhl.
„Brooke“, sagte sie ruhig, „stimmt das?“
Brooke versuchte zu lächeln. „Denise, das wird völlig übertrieben.“
Denise war also die Eventkoordinatorin.
Ich hatte richtig geraten, als ich das Schild in der Nähe des Eingangs sah.
Denise drehte sich zu mir um. „Würden Sie mir erzählen, was passiert ist?“
Ich erklärte es. Meine Stimme zitterte zunächst, beruhigte sich aber allmählich. Amelia unterbrach mich nur einmal.
„Sie hat Oma traurig gemacht.“
Die Zeugin wiederholte, was sie gehört hatte.
Denise hörte aufmerksam zu, bevor sie sich wieder zu Brooke umdrehte.
„Sie wurden heute hierher eingeladen“, sagte sie, „weil das Resort und unsere Marke eine Reportage darüber veröffentlichen, wie sich Familien und Frauen jeder Generation hier willkommen fühlen. Ist Ihnen bewusst, wie schlecht Sie das im Moment repräsentieren?“
Brooke antwortete: „Das war ein Scherz.“
Denises Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. „Das war nicht lustig.“
Das traf uns härter als alles andere.
Brooke warf einen Blick zu ihren Freunden.
Sie lächelten nicht mehr.
Denise fuhr fort: „Sie sind nicht mehr Teil der Veranstaltung. Bitte holen Sie Ihre Sachen ab.“
Brooke starrte sie an. „Im Ernst?“
